Sextner Sonnenuhr bespiegelt

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Sextner Sonnenuhr bespiegelt

Sexten – Noch einen Monat lang wird an den Berggipfeln der Sextner Sonnenuhr ein besonderes Schauspiel zu sehen sein. Am Pfigstsonntag wurde dort anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums der Erstbesteigung die “Bergzeit“ eingeleitet. 

Im Rahmen der Feier wurde der Sextner Bergsteigermarsch des Komponisten Tschurtschenthaler Klaus uraufgeführt.

Die Berggipfel des Neuners, Zehners, Elfers, Zwölfers oder Einsers werden, noch bis Ende Juli, durch eine Spiegelinstallation und je nach Uhrzeit zum Leuchten gebracht. Diese “Bergzeit“ wurde mit einem Frühschoppen am Haus Sexten eröffnet. Das Event zählt zu den Feierlichkeiten anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Erstbesteigung der Dreischusterspitze und der Großen Zinne. Die Idee, die Sextner Sonnenuhr mit Spiegelinstallationen aufleuchten zu lassen, stammt von der Wirtin der Büllelejoch-Hütte, Steffie Rogger. „Ich habe von einem Dorf in Norwegen gelesen, das in den Wintermonaten ohne Sonne ist und es deshalb mit Spiegeln beleuchtet. Ich dachte mir, dass wir im Jubiläumsjahr so etwas auch in Sexten machen könnten. Bei der Umsetzung war mir wichtig Authentizität zu zeigen“, sagte Rogger, der auch die Nachhaltigkeit des Projekts ein großes Anliegen war: Alle verwendeten Materialen können wiederverwertet werden. Geplant wurde das Projekt von der Schweizer Firma Lumena, während Bergrettung und Alpinschule Sexten die Installation vornahmen. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch der Zeitstein von Arno Dejaco enthüllt. Diese Sonnenuhr aus Dolomit-Gestein wurde in unmittelbarer Nähe des Hauses Sexten errichtet und konfrontiert den Menschen mit der enormen Spanne der Evolution der Erde, der scheinbaren Unendlichkeit und seiner winzigen Existenz. Musikalisches Schmankerl war die Uraufführung des Sextner Bergsteigermarsches. „Der heutige Tag war ein mehr als gelungener Auftakt für die Feierlichkeiten des 150-Jahr-Jubiläums. Sexten ist ein Dorf mit einer langen Bergsteiger-Tradition und dieses Erbe wollen wir auch unseren nächsten Generationen weitergeben“, sagte Waltraud Watschinger, die Präsidentin des Tourismusvereins Sexten. (RED)