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Ein Vorankommen in Sicht

Percha/Kiens – Für die Umfahrung von Percha scheint es nun Licht am Ende des Tunnels zu geben: Bei einem Treffen in Bozen wurden die nächsten Schritte anvisiert. Zudem wurde der Bau für die Umfahrung von Kiens ausgeschrieben.

Ende August trafen sich Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrat Daniel Alfreider, der Bürgermeister von Percha Joachim Reinalter und weitere Mitglieder des Gemeindeausschusses in Bozen. Grund dafür war eine Aussprache bezüglich Projektstand und die weiteren Schritte für die Umfahrung Percha. Nach Mitteilung der Gemeinde Percha zur erwünschten Anbindungslösung kann das Einreicheprojekt fertiggestellt werden. Es sei das gemeinsame Ziel, mit der Ausführungsplanung im Frühjahr 2020 zu starten, unterstrichen Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Alfreider im Gespräch. Nach Enteignung der betroffenen Grundstücke stehe dann der Ausschreibung nichts mehr im Wege. Die konkrete Bauzeit wurde mit drei bis vier Jahren veranschlagt. Die Projektierung gehe ohne Verzögerung weiter, und auch für alle weiteren Schritte würden die nötigen Geldmittel rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden, bestätigten der Landeshauptmann und der Infrastrukturlandesrat. Das Einreicheprojekt soll der Bevölkerung in einer Bürgerversammlung in den ersten Monaten 2020 vorgestellt werden.

Bau für Umfahrung Kiens ausgeschrieben
Bis zum 31. Oktober um 12 Uhr haben Unternehmen Zeit, ihre Angebote für den Bau der Umfahrung abzugeben. Das Projekt ist für einen Gesamtbetrag von 63,5 Millionen Euro ausgeschrieben. Die Ausschreibungssumme für die Bauarbeiten im Vergabeportal des Landes beläuft sich auf 44,3 Millionen Euro. Die Umfahrung soll insgesamt 2,7 Kilometer lang werden. Verlängert wurde letzthin die Trasse im Osten in Richtung Bruneck. Dort will das Land die Zufahrten in der Industriezone besser regeln. Der Umfahrungstunnel hat eine Länge von 1.004 Metern und fällt in die Kategorie Klasse B, für die es weniger Installationen und keine Fluchtstollen braucht. Die offene Trasse wird mit Lärmschutzwänden ausgestattet. Neben dem bergmännischen Tunnel ist ein weiterer 80 Meter langer Tunnel in Deckelbauweise vorgesehen. (RED)