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Val Badia hält den Atem an

Alta Badia – Der Fall „Bernardi“ erhitzt noch immer die Gemüter und ist im Gadertal das Gesprächsthema Nummer eins. Mittlerweile hat der Direktor des Tourismusvereins Badia/Abtei sein Amt niedergelegt und die Lage scheint sich etwas zu entspannen, doch ein massiver Imageschaden für das Tal ist bereits entstanden. Offen darüber reden will niemand so recht, das Thema ist unangenehm und lästig. Der Puschtra hat nachgehakt.

Katarina und Stefan Pechtel, Gäste aus Rheinland-Pfalz
„Die ganze Geschichte rund um den positiv getesteten Direktor ist schon ziemlich unglaublich. Zumal wir überlegt haben, ob wir überhaupt in den Urlaub fahren, oder nicht. Schließlich haben wir uns entschieden in einer kleinen Pension zu buchen, wo wir auch essen und somit den Radius klein halten, um einen Kontakt mit anderen Personen zu minimieren und uns dadurch „Covid-Konform“ zu bewegen. Mit diesen Gedanken sind wir nach Südtirol gereist, um einen unbeschwerten Urlaub zu verbringen. Es ist schade eine derartige Geschichte hören zu müssen. Unsicher fühlen wir uns zwar nicht, aber in einer derartig wichtigen Position muss der Herr als Vorbild vorausgehen. Sobald ein positiver Befund vorliegt, sollte jeder so viel Verantwortungsbewusstsein haben und Sorge tragen, dass sich das Virus nicht weiter verbreiten kann!“

Margit Niedermeier-Steinhauser
„Zu dem Zeitpunkt des positiven Testergebnisses galten eindeutige Quarantänebestimmungen, die er genau kannte und gegen die er verstoßen hat. Das ist nicht in Ordnung! Es tut nichts zur Sache wie viele negative Tests auf den ersten Positiven noch folgen mögen, im ersten Moment hätte er sich einfach an die Bestimmungen halten müssen. In seinem Amt hatte er natürlich einen gewissen Vorbildcharakter, besonders da er in der Tourismus-Branche tätig war, das macht sicherlich ein schlechtes Bild. Dennoch sehe ich nicht unbedingt den entstandenen Schaden im Bereich des Gastgewerbes, sondern betrachte ich den Vorfall von der menschlichen Seite aus; egal in welcher Position, wir alle sollen und müssen uns an die Vorgaben halten, keine Frage!“ (MT)