

Pfalzen – Ivan Künigl und Michael Bacher aus Pfalzen dürfen auf eine Curling-Saison voller Erfolge zurückblicken
„Im Grund genommen wurden wir am Beginn der Saison als Team quasi zusammengewürfelt“, erzählt Ivan Künigl über den Auftakt in eine außergewöhnliche Saison. Ivan und sein Pfalzner Teamkollege Michael Bacher wussten in der Tat nicht, was auf sie zukommt, als sie sich auf das regionale Nachwuchsprojekt im Team des ASC Curling Südtirol Junioren einließen. Denn neben den zwei Südtiroler Athleten stießen auch die Gebrüder Simone und Alessandro Paolazzi aus dem Trentino zur Mannschaft. „Zunächst mussten wir uns an die neue Konstellation gewöhnen. Aber das Kennenlernen ging ziemlich schnell und schon bald funktionierten wir als Regionalteam mit Simone und Alessandro sehr gut“, sagt Michael Bacher.
Bronzemedaille
Die vier jungen Männer suchten die sportliche Einheit und fanden sie – wie die Ergebnisse der zu Ende gehenden Saison beweisen. Den Anfang machten die Italienmeisterschaften, bei der die Junioren des ASC Curling Südtirol gegen sechs konkurrierende Teams aus dem norditalienischen Raum antraten. „In meinen Augen war das Niveau bei diesem Turnier außergewöhnlich hoch“, berichtet Ivan Künigl. „Deshalb hat die Bronzemedaille, die wir bei diesem Turnier holten, einen sehr hohen Stellenwert.“
Makellos in Prag
Weiter ging es für Ivan, Michael, Simone und Alessandro mit dem internationalen Turnier „Prague Circles“ in der tschechischen Hauptstadt Prag, das Teil der renommierten CJCT-Serie (Central Junior Curling Tour) ist.
Dort trafen sie auf Konkurrenz aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Österreich und der Schweiz. Das Resultat: Der ASC Curling Südtirol gewann alle (!) sieben Duelle und sicherte sich in einem dramatischen Finale gegen Tschechien mit 6:3 den Turniersieg. „Wir lagen schon mit 0:3 im Rückstand, als wir mit unserer Trainerin die Strategie änderten und zu einem Comeback ansetzten“, sagt Ivan Künigl. „Wir haben uns nicht unterkriegen lassen“, ergänzt Michael Bacher. „Am Ende war es ein Sieg auf taktischer, aber vor allem auch auf mentaler Ebene.“
Aufstieg in die Serie A
Das sportliche Highlight folgte bereits am darauffolgenden Wochenende: Beim Final Four der italienischen Serie B spielte sich das Team um Skip Simone Paolazzi, seinen Bruder Alessandro, Ivan Künigl und Michael Bacher ungeschlagen an die Spitze – und sicherte sich damit den Meistertitel und den Aufstieg in die höchste italienische Liga, den Campionato Assoluto Maschile.
„Dieser Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit und echter Teamkultur“, betont das Trainerteam Christoph Fink und Camilla Gilberti und, die die jungen Spieler an den Standorten Bruneck und Cembra (Trient) betreuen. Ihre Kombination aus technischem Feinschliff, taktischer Reife und Teamgeist habe sich als Erfolgsrezept erwiesen.
Ein Kompliment
„Was als Experiment gestartet ist, ist voll aufgegangen“, freut sich Hubert Trenker, seines Zeichens Präsident des ASC Curling Südtirol. Das Projekt habe gezeigt, wie erfolgreiche Nachwuchsarbeit über Regionsgrenzen hinweg funktionieren kann – ein Modell, das als Beispiel für die gesamte italienische Curlingbewegung dienen könne. Auch Ivan Künigl und Michael Bacher sind begeistert von der Einheit, die im Laufe der Saison unter den vier Teamkameraden entstanden ist. „Als wir den Aufstieg in die Serie A gefeiert haben, da stellte Simone Paolazzi in einer kleinen Runde eine entscheidende Frage, die uns gezeigt hat, dass sich die harte Arbeit, das Zusammenwachsen als Team gelohnt hat“, erzählt Ivan Künigl. „Er fragte uns, ob er und sein Bruder Alessandro auch nächstes Jahr wieder mit uns zusammenspielen könnten. Das war ein großes Kompliment, das ausdrückt, dass wir uns als Team gefunden haben.“ Damit können Michael, Ivan,
Simone und Alessandro mit Zuversicht auf die nächste Curling-Saison blicken, wenn es gilt, sich in der höchsten italienischen Spielklasse zu beweisen und auch weiterhin national und international für Furore zu sorgen.
RF