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Seit 50 Jahren: allzeit bereit!

Gais – Der Pfadfinderstamm Gais blickt auf ein halbes Jahrhundert Geschichte zurück. Ein großes Fest soll das Jubiläum 2026 krönen.

Ein Tag, Mitte der 1970er Jahre: der damalige Tauferer Religionslehrer Robert Hochgruber nimmt einen Mann beim Autostopp mit. Besagter Mann heißt Christian Mair. Robert überzeugt Christian im Laufe der Autofahrt von der Idee, in Gais einen Pfadfinderstamm zu gründen. Es ist dies die Geburtsstunde einer Gaisinger Institution.
Nachdem Christian Mair sieben Jahre später bei einem Rodelunfall tödlich verunglückt, führen dessen damalige Freundin Jenny und Herbert Mairl den Stamm im Andenken an Christian weiter. Das Ziel ist klar: Kindern und Jugendlichen Räume zu geben, um sich selbst auszuprobieren. Der Weg dorthin ist nicht immer einfach: In den ersten Jahren tingelt der Stamm bei seinen Versammlungen vom Keller des Kindergartens über Privathäuser hin zu anderen provisorischen Treffpunkten. Als man schließlich den ersten eigenen Gruppenraum im Dachgeschoss der Volksschule beziehen kann, geht die Entwicklung des Stammes richtig los. Schritt für Schritt baut man Kontakte zu anderen Pfadfinderstämmen in Europa auf und nimmt an internationalen Zeltlagern teil. Viel Unterstützung kommt auch von Pfarrer Franz Santer, der die Pfadfinder stets tatkräftig unterstützt. Die Jahre vergehen und die Gemeinde stellt dem Stamm einen fixen Gruppenraum zur Verfügung. Jetzt endlich kann man längerfristig planen. Ordentliches Material und Zelte werden angekauft, die Leiter:nnen absolvieren Ausbildungen, die Arbeit des Vereins professionalisiert sich zunehmend. Heute gehören dem Stamm 45 Mitglieder aller Altersgruppen an, man ist Mitglied beim Südtiroler Jugendring und aus dem dörflichen Leben in Gais nicht mehr wegzudenken.
Wer mehr von der Geschichte der Pfadfinder in Gais hören möchte, der sollte das Jubiläumsfest am 12. und 13. September 2026 im örtlichen Pfarrgarten nicht versäumen.
RF