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Abschluss der Klimapläne

Pustertal – In allen 26. Pustertaler Gemeinden sind nun die Klimapläne (KER) genehmigt. Am 7. Juli wurde nach drei Jahren intensiver Arbeit im Ratssaal der Stadtgemeinde Bruneck gemeinsam Bilanz gezogen. „Mit der heutigen Abschlussveranstaltung zur Erstellung der Klimapläne für alle 26 Mitgliedsgemeinden setzten wir ein starkes und sichtbares Zeichen: Das Pustertal steht geschlossen hinter dem Ziel einer klimaneutralen Zukunft“, freut sich Bezirkspräsident Robert Alexander Steger. Klima Teams bzw. Klima und Energie Teams haben in enger Zusammenarbeit mit dem Regional Management Pustertal, der Firma inewa, dem Ökoinstitut Südtirol und zahlreichen Partnern die Ist-Situation vor Ort analysiert, sich genau angeschaut, welche sinnvollen Schritte in der jeweiligen Gemeinde gesetzt werden können. Orientiert hätten sich die Klima-Teams dabei am Klimaplan Südtirol 2040. Mit dem Abschluss der Klimapläne sei ein weiterer Meilenstein erreicht, so Landesrat Peter Brunner. Für mehr Klimaschutz werde das Land Südtirol weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen.

Maßnahmenplan
Öffentliche Gebäude, Anlagen sowie der Fuhrpark wurden von den Teams in den Gemeinden unter die Lupe genommen. Welcher CO2 Ausstoß wird verursacht? Wie viel Strom, Heizöl oder Diesel werden benötigt? Inwieweit kann der Energieverbrauch mit erneuerbaren Energien gedeckt werden? Diese und weitere Fragen bildeten das Fundament für die „Maßnahmenpläne“ Klimapläne. Sie dienen als dynamisches Instrument den Energieverbrauch zu senken, Energie effizienter einzusetzen, vermehrt erneuerbare Energieträger zu nutzen und sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Festgelegt ist darin auch, welche Maßnahme bis wann umgesetzt werden soll und wer dafür zuständig ist. Das ist insbesondere für weitere Aktivitäten sowie das Monitoring wichtig.
Anna Toggenburg vom Ressort für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport erläuterte in diesem Zusammenhang, dass größere Gemeinden alle vier Jahre, kleinere alle fünf Jahre ein entsprechendes Monitoring durchführen. Emilio Vettori, Stratege für nachhaltige Entwicklung bei der Firma inewa, hat den Prozess begleitet. „Jetzt geht es darum, die in den Klimaplänen vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen, weiterzuentwickeln und langfristig zu verankern, damit sie Wirkung zeigen“, so Vettori.
bzg/red