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Fachliche Kompetenz im Mittelpunkt

Die Universität Brixen war der diesjährige Austragungsort für die Klausurtagung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO). Die Bäuerin von heute ist nicht nur Managerin von Haushalt und Familie, sondern eine qualifizierte Fachkraft, die in agrarische Zusammenhänge und Zukunftsfragen der Landwirtschaft eingebunden ist. Dies unterstich auch der vorgestellte Tätigkeitsbericht bei der Klausur.

Landesbäuerin Antonia Egger betonte bei der Eröffnung: „Eine Bäuerin führt heute ein Unternehmen. Sie kennt ihre Zahlen, sie kennt die Gesetze – und sie trägt Verantwortung für Tiere, Hof und Familie. Diese Kompetenz verdient Anerkennung, und sie gehört sichtbar gemacht.“ Egger unterstrich zudem die Bedeutung des Internationalen Jahres der Bäuerin. Diskutiert wurden zentrale Themen wie das aktuelle Tierschutzgesetz, rechtliche Vorgaben im Pflanzenschutz, Förderkriterien, Rentenabsicherung und soziale Absicherung.
Michael Crepaz, SBB-Mitarbeiter und Experte im Bereich Förderungen, informierte über wesentliche Förderkriterien – von der Betriebsprämie über das Eco-Schema, die Grünland- und Landschaftspflegeprämie bis hin zu Classyfarm.
In der anschließenden Diskussion berichtete vom Amt für Landwirtschaft Ressortdirektor Ulrich Höllrigl über die geplante Überarbeitung der Kriterien für die Direktvermarktung. Auch die Gemeindeentwicklungspläne wurden intensiv besprochen. Siegfried Rinner, Direktor des Südtiroler Bauernbundes, appellierte an die bäuerlichen Gemeinderäte, Verantwortung zu übernehmen und die Interessen bäuerlicher Familien aktiv zu vertreten.
Zum Abschluss der Klausur unterstrichen die Landesleiterin der Südtiroler Bauernjugend, Viktoria Kössler, die Landespräsidentin der Seniorenvereinigung, Theresia Larcher, sowie Landtagsabgeordneter Franz Locher gemeinsam die große Bedeutung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Die SBO sei ein unverzichtbarer Motor für fachliche Kompetenz, gesellschaftliche Sichtbarkeit und politische Stärkung der bäuerlichen Familien.
Die Klausur schloss mit dem gemeinsamen Auftrag, das Jahr der Bäuerin aktiv zu nutzen, um Bewusstsein zu schaffen, Rollenbilder zu öffnen und die Kompetenzen der Bäuerinnen der Öffentlichkeit aufzuzeigen.
SBO/red