Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist so, wie wir es aus science-fiction-Filmen kennen: Städte werden abgeriegelt und die Menschen verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Leere Supermärkte und leere Straßen in Orten wo sich normalerweise Millionen von Menschen tummeln. Reisegäste werden penibel kontrolliert, Verdachtsfälle von ihren Heimatsaaten mit Militärmaschinen nach Hause geflogen und das alltägliche Leben kommt zum Erliegen.

Leider befinden wir uns aber nicht im Kino, dies sind zurzeit reale Geschehnisse. Das Coronavirus hat die Welt seit über einem Monat fest im Griff und ist letzte Woche auch im Norden Italiens gelandet. Die Infektionsrate war vor einer Woche bereits die bis jetzt höchste in Europa und die ersten Todesfälle wurden gemeldet. Ministerpräsident Giuseppe Conte warnte vor Panik.

Noch vor Bekanntwerden des ersten Coronafalles in Südtirol hat der Landeshauptmann am 23. Februar eine Notverordnung erlassen: seit dem 24. Februar waren bis inklusive 1. März sämtliche öffentlichen und privaten Einrichtungen der Kleinkindbetreuung, der Freien Universität Bozen, der Landesfachhochschule Claudiana und des Konservatoriums Monteverdi geschlossen. Es handelt sich hierbei um eine reine Vorsichtmaßnahme, wie sie auch in anderen Regionen getroffen worden sei, hieß es von Seiten des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Dazu sei laut Sanitätsbetrieb der wichtigste Hinweis an die Bevölkerung, dass Menschen mit grippeähnlichen Symptomen mit dem Hausarzt telefonischen Kontakt aufnehmen sollten, anstatt direkt ins Ambulatorium oder in die Notaufnahme zu gehen.

Das Gesundheitsministerium hat einen 10-Punkte-Katalog ausgearbeitet. Darin wird unter anderen Punkten angeraten, häufig die Hände zu waschen und sich nicht an Augen, Nase oder Mund zu fassen und diese beim Niesen oder Husten zu bedecken; im Endeffekt allgemeine Hygienerichtlinien. Für alle, die sich bereits eine Maske aus der Apotheke zugelegt haben, kam auch Entwarnung: Eine Maske sei nur dann zu tragen, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung bestehe oder erkrankte Personen gepflegt würden. Auch seien Produkte “made in China“ und Pakete aus China nicht gefährlich und auch Haustiere würden den Virus nicht verbreiten.

Deshalb, Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten!

Herzlich
Ihre Tanja Leitner