Liebe Leserin, lieber Leser,

Phase 2 ist nun zu unserer neuen Realität geworden: Überall ist das Leben wieder spürbar und es tut gut! Nun sind wir alle aufgefordert mit der neu gewonnenen Freiheit verantwortungsvoll umzugehen, um eine zweite Ausbruchwelle des Coronavirus zu vermeiden. Nun heißt es: Leben mit dem Virus!

Viele verschiedene Wirtschaftssektoren haben sich schon vor einiger Zeit mit dem neuen Arbeitsalltag anfreunden müssen. Das Tragen von Masken, Sicherheitsabstand einhalten, Fiebermessen und ständiges Händewaschen gehören jetzt dazu. Die Unternehmer haben sich mit Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung ausgerüstet sowie Sicherheitsvorkehrungen getroffen und versuchen ihren Arbeitsalltag Seite an Seite mit einem unsichtbaren Feind zu bewältigen.

Auch die Politik hat mit dem neuen Landesgesetz, das uns die lang ersehnte Freiheit am 8. Mai wiedergebracht hat, Kante gezeigt. Der Landeshauptmann setzt jetzt auf die Selbstverantwortung seiner Landsleute. Eine Expertenkommission soll nun die zukünftige Entwicklung bewerten damit, falls nötig, wieder die Handbremse gezogen werden kann. Aber vorerst sind wir alle in Südtirol wieder auf unseren Arbeitsplatz zurückgekehrt und dürfen uns, wenn auch mit Masken und Sicherheitsabstand, frei bewegen. Diese Freiheit hat eben ihren Preis, den wir aber alle gerne zahlen, um unsere Lieben zu schützen.

Strenge Auflagen für die Wiederaufnahme der Arbeit haben die körperbetonten Berufe, wie Schönheitspfleger oder Friseure erhalten. Sie dürfen erst seit einer Woche wieder arbeiten und mussten umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen treffen. Bei diesem direkten Kontakt mit Menschen ist es noch wichtiger, Vorsicht walten zu lassen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Auch Bars und Restaurants sind mittlerweile wieder offen. Mit 2 Meter Abstand zwischen den Personen und Mundschutz geht sich der Ratscher am Morgen und ein schneller Kaffee wohl nicht beides aus. Jetzt ist mehr Ruhe gefragt. Mehr Beharrlichkeit braucht es auch im Handel, die Geschäfte mussten eine Limitierung der Kunden hinnehmen, bieten dafür aber längere Öffnungszeiten an.

Die Schulen hingegen bleiben bis zum Herbst zu, aber für die Sommerbetreuung beinhaltet das neue Landesgesetz einen Notdienst für Kindergärten und Schulen: Gerade die Kleinsten haben in solchen Zeiten wieder etwas “Normalität“ verdient! Mit der Wiedereröffnung der Hotels am 25. Mai wird der nächste Schritt in Sachen Neustart in Südtirol gesetzt. Dass es auch in diesem Sommer Urlaub geben wird, hat Ministerpräsident Conte schon verlauten lassen. Wann die ersten ausländischen Gäste in Südtirol eintreffen werden, steht allerdings noch in den Sternen.

Herzlich
Ihre Tanja Leitner – redaktion@puschtra.it