Liebe Leserin, lieber Leser,

im vergangenen Juli ging es heiß her! Nicht nur die Temperaturen lagen laut den Südtiroler Landesmeteorologen um zwei bis drei Grad über dem langjährigen Durchschnitt, sondern auch die politische Stimmung in Italien war ganz schön aufgeheizt, bis sie am 21. Juli zum Kochen gebracht wurde: Die Ministerpräsidentschaft von Mario Draghi ist jetzt Geschichte.

Was die 5-Sterne-Bewegung ins Rollen gebracht hatte, wurde von den rechten Parteien schließlich beendet. Der Rücktritt des Regierungschefs Mario Draghi und die Auflösung des Parlamentes folgten. Damit steht Italien nach einem wetterbedingten heißen Sommer also ein ebenso heißer politischer Herbst bevor: Am 25. September wird ein neues italienisches Parlament gewählt werden. Der Wahlkampf hat bereits begonnen!

Wie wird diese nächste Regierung wohl aussehen? Spekulationen machen die Runde, Meinungsumfragen rechnen Chancen aus und die Parteien bringen sich in Position, aber noch ist alles offen!

Gerade jetzt hätte das Land eine stabile und handlungsfähige Regierung gebraucht, denn Italien steht vor großen Herausforderungen, die nicht auf die lange Bank geschoben werden können. Der immer noch andauernde Ukraine Krieg, die steigende Inflation und die Pandemie werden auch die nächsten Entscheidungsträger nicht minder fordern als die Bisherigen. Gerade jetzt bräuchte das Land eine proeuropäische Regierung, die geschlossen an einem Strang zieht und Italien, angesichts der anstehenden Reformen, weiterbringt. Jetzt haben die Bürger die Wahl!

Wollen wir hoffen, dass sich die zukünftigen politischen Entscheidungsträger ihrer Verantwortung, dem italienischen Volk und ihrem Regierungsauftrag gegenüber, bewusst sind und zum Wohle des Volkes und nicht zur Bereicherung des Einzelnen regieren.

Herzlich,

Ihre Tanja Leitner – redaktion@puschtra.it