

Toblach – Im Zentrum des Südtiroler Langlaufsports finden zum Abschluss der Rennsaison 2021/22 die Italienmeisterschaften statt. Vom 30. März bis zum 3. April kämpfen Italiens beste LangläuferInnen um den begehrten Titel. Mit Dietmar Nöckler, Sara Hutter und Benjamin Schwingshackl werden auch die heimischen Eisen ein Wörtchen um die Medaillen mitreden. 450 TeilnehmerInnen stehen beim verlängerten Rennwochenende am Start.
Trotz frühlingshaften Temperaturen und dahin schmelzenden Loipen hat der Organisator Sport OK mit Hilfe von Kunstschneereserven einer Italienmeisterschaft würdige Schneeverhältnisse stellen können.
Das dichtgepackte Rennprogramm umfasst die Wettkämpfe Sprint, Massenstart, Einzel und Staffel in den Kategorien Senior, Junior und mehreren Nachwuchskategorien. Mit von der Partie sind die besten Langläufer auf Staatsebene, allen voran Federico Pellegrino und Francesco De Fabiani. Vor allem für die Militärsportgruppen sind die Italienmeisterschaften ein jährliches Highlight, für die Nachwuchs-Athleten bedeutet ein gutes Abschneiden einen möglichen Platz in einer der Sportgruppen, was ein bedeutender Schritt in den Profisport ist. Die Hoffnungen auf heimische Erfolge liegt auf den Schultern vom Brunecker Veteran Dietmar Nöckler, der sich zuletzt im Weltcup in bestechender Form zeigte und einen ausgezeichneten 15. Platz herauslaufen konnte. Der mittlerweile 33-Jährige hat sich noch nicht festgelegt, ob er weitermachen will oder in die Langdistanz-Szene wechseln will, in die er in der abgelaufenen Saison mehrmals hineingeschnuppert hat. Das Potenzial auf Podestplatzierungen haben auch die Oberhofer Zwillinge Hannes und David, die Vinschger Polizistin Sara Hutter, sowie der Gsieser Carabiniere Benjamin Schwingshackl, der von den anstehenden nationalen Meisterschaften folgendes zu Wort gibt: “Für mich ist es ein echtes Heimspiel, in Toblach trainiere ich das ganze Jahr über. Meine gesamte Familie wird mich vor Ort unterstützen. Ich werde versuchen das Maximum herauszuholen, besonderes Augenmerk lege ich auf den Sprint und auf die 30 Kilometer Massenstart. Die Konkurrenz ist natürlich stark, aber ich rechne mir gute Chancen auf eine Medaille aus!” Eröffnet werden die Italienmeisterschaften mit den Einzelstartrennen über 10, bzw. 15 Kilometer in der Freien Technik, nach einem Ruhetag steht der Sprint in der Klassischen Technik auf dem Programm, am Samstag wird um die hart umkämpften Staffeltitel gelaufen und am Sonntag endet die Langlauf-Saison mit den Rennen über die Königsdistanz 30, bzw. 50 Kilometern. Am Rande der eigentlichen Wettkämpfe findet am Samstag die traditionelle Staffel der Trainer und Techniker statt, wo sich die Rollen umdrehen und für einmal die Athleten ihre Betreuer anfeuern. Alle Rennen werden Live auf der Website “Fondo Italia” zu sehen sein. (MT)