„Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“

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„Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“

Rund 350 Besucher:innen waren zur Podiumsdiskussion „Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“ ins Kongresshaus von Olang gekommen, zu der der Schützenbezirk Pustertal am 20. März geladen hatte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zunehmende Verkehrs- und Tourismusdichte sowie deren Auswirkungen auf Lebensqualität, Infrastruktur und Wohnraum.

Am Podium diskutierten Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Landtagsabgeordneter Sven Knoll, HGV Vizepräsidentin Judith Rainer, ASGB Fachsekretär Klaus Schier, HPV Obfrau Claudia Plaikner sowie SSB Landeskommandant Christoph Schmid. Die Moderation übernahm Alfred E. Mair, der gekonnt durch den Abend führte.
Einigkeit bestand darüber, dass die Verkehrsinfrastruktur im Pustertal insbesondere während der Hauptsaisonen zunehmend an ihre Grenzen stößt. Staus und Zeitverluste gehören für viele Einheimische längst zum Alltag. Zugleich wurde deutlich, dass der Verkehr nur Teil eines größeren Gesamtbildes ist: fehlender Wohnraum, zunehmende Zweitwohnungen und der steigende Druck auf Dörfer und Infrastruktur belasten das Tal zusätzlich.
Auch das Publikum beteiligte sich mit zahlreichen, überwiegend sachlichen und fairen Wortmeldungen an der Diskussion. Der enge Zusammenhang zwischen Tourismus, Verkehrsaufkommen und Lebensqualität war dabei ein zentrales Thema. Immer drängender stellt sich die Frage, wie viel Belastung das Pustertal langfristig noch verkraften kann.
Die Veranstaltung bildete den Abschluss der Aktionsreihe „Ausverkauf der Heimat“, die der Schützenbezirk Pustertal aufgrund zahlreicher Rückmeldungen aus der Bevölkerung ins Leben gerufen hatte.
pm/red