

St. Lorenzen – Die Trendsportart aus Südeuropa erobert die Lorenzner Sportzone.
Als im August 2024 die beiden neuen Padel-Plätze in der Sportzone von St. Lorenzen eröffnet wurden, war schnell klar: Hier entsteht mehr als nur eine weitere Sportanlage. Innerhalb weniger Wochen entwickelte sich die junge Sportart zu einem echten Anziehungspunkt. Neugierige, Hobbyspieler und Familien wollten Padel ausprobieren – und viele blieben dabei. „Gleich zum Start gab es einen regelrechten Ansturm“, erinnert sich Thomas Toniatti, seit rund vier Jahren Sektionsleiter Tennis beim ASV St. Lorenzen. „Viele waren nach dem ersten Spiel sofort begeistert.“
Leicht und Lustig

Für Thomas Toniatti steht fest:
Padel ist gekommen, um zu bleiben.
Padel gilt als eine der am schnellsten wachsenden Sportarten. Auch im Pustertal findet das Spiel, das Elemente aus Tennis und Squash verbindet, immer mehr Anhänger. Vor der Eröffnung in St. Lorenzen gab es im Raum Pustertal nur wenige Möglichkeiten, Padel zu spielen. Mit den beiden neuen Plätzen hat sich das deutlich geändert.
Für Toniatti kommt die Begeisterung nicht überraschend. „Padel ist unglaublich leicht zu lernen. Man geht auf den Platz und hat eigentlich sofort Spaß“, sagt der 39-jährige Lorenzner. „Die Glaswände, die Teil des Spiels sind, machen den Einstieg einfach. Fehler werden verziehen, lange Ballwechsel kommen schnell zustande und Erfolgserlebnisse stellen sich rasch ein.“ Gespielt wird ausschließlich im Doppel – und auch das macht Padel zu einer besonders geselligen Sportart.
Obwohl Toniatti selbst leidenschaftlicher Tennisspieler ist, hat ihn Padel sofort begeistert. „Beim Start der neuen Anlage habe ich viel Padel gespielt. Danach bin ich aber wieder stärker zum Tennis zurückgekehrt.“ Der Grund ist schlicht die fehlende Zeit. Als Verantwortlicher der Sektion Tennis & Padel bleibt neben Beruf und Ehrenamt nur wenig Freizeit.
Dass Sport in St. Lorenzen weit mehr bedeutet als Bewegung, zeigt ein Blick auf die Sportzone. Rund um die Sportbar befinden sich Fußball-, Tennis- und Padelplätze, Beachvolleyball- und Basketballfelder, Stocksport, Pumptrack, eine Judohalle sowie eine moderne Skateanlage. „Die Sportzone ist ein Treffpunkt für das gesamte Dorf“, betont Toniatti. „Hier können die Menschen verschiedene Sportarten ausüben und gleichzeitig andere treffen.“ Die Idee für den Bau der Padel-Plätze ging von der Gemeindeverwaltung aus. Vorbilder gab es unter anderem in Brixen, Eppan und Meran.
Stets gut besucht
Heute zeigt sich, dass die Investition gut angenommen wird. Besonders am späten Nachmittag und in den Abendstunden sind die beiden Plätze häufig ausgebucht, auch an den Wochenenden herrscht reger Betrieb“, erklärt Toniatti. Reserviert wird über die App „Wansport“. Freie Plätze werden angezeigt, Buchung und Bezahlung erfolgen unkompliziert über ein Guthaben. Gleichzeitig erhält der Verein Informationen über die Auslastung der Anlage.
Mit rund 450 Mitgliedern zählt die Sektion Tennis & Padel des ASV St. Lorenzen zu den größten Tennisvereinen in Südtirol. Auch im Padel entsteht eine Vereinsstruktur. Bereits 2025 wurden mehrere interne Turniere organisiert. Anfang Juli 2026 folgte ein weiteres Spaßturnier mit ausgelosten Spielpartnern. „Der Sport steckt bei uns noch in den Kinderschuhen“, sagt Toniatti. „Aber das Entwicklungspotenzial ist riesig.“
Dass Padel Menschen jeden Alters anspricht, erlebt er beinahe jedes Wochenende. Besonders sonntags nutzen viele Familien gemeinsam die Anlage. Auch der Einstieg ist finanziell überschaubar: Eine Stunde Platzmiete kostet 24 Euro, Leihschläger gibt es für 2,50 Euro pro Person, Bälle sind inklusive.
Für Thomas Toniatti steht deshalb fest: Padel ist gekommen, um zu bleiben. Die Mischung aus einfacher Erlernbarkeit, sportlicher Herausforderung und geselligem Charakter trifft den Nerv der Zeit. Die beiden Plätze in St. Lorenzen sind dafür der beste Beweis.
RF
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