
Sillian/Innichen – Wie soll sich der gemeinsame Grenzraum zwischen Sillian und Innichen in Zukunft entwickeln? Dieser Frage widmeten sich am 26. September über 200 interessierte Bürger:innen aus der grenzüberschreitenden Dolomiti Live Region bei der Partizipationsveranstaltung „Aubn/Aufn & Ochn – Unsere Grenze. Unser Raum. Gemeinsam Zukunft gestalten zwischen Sillian und Innichen“ am Grenzareal zwischen Sillian und Innichen. Die Veranstaltung verdeutlichte: Der Grenzraum ist nicht nur eine Grenze, sondern ein gemeinsamer Raum mit Geschichte, Potenzialen und Ideen für die Zukunft. An Informationsstationen informierten sich die Besucher:innen und brachten eigene Vorstellungen ein.
Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Einblicke in die Geschichte des Grenzraums gaben die beiden Chronisten Peter Leiter aus Sillian und Curti Covi aus Innichen. Einen Blick in die Zukunft ermöglichten die Zukunftsbilder der Mittelschule Sillian und der Grundschule Winnebach. An einer Station stand das Verbauungsprojekt Erlbach/Grenzbach der Wildbachverbauung Tirol und Südtirol im Mittelpunkt. Die Mitarbeiter:innen der Wildbachverbauung informierten über das grenzüberschreitende Projekt und erklärten anhand eines Simulationsmodells die Wirkung von Wildbächen und die Bedeutung entsprechender Schutzmaßnahmen. Bei einer nächsten Station präsentierten die Bürgermeister von Sillian und Innichen, Franz Schneider und Klaus Rainer, erste gemeinsame Ideen für die weitere Entwicklung des Grenzareals. Unterstützt durch ein 3D-Modell wurden jene Überlegungen vorgestellt, die bereits im gemeinsamen Masterplan für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit festgehalten sind. Gleichzeitig waren die Bürger:innen eingeladen, ihre eigenen Ideen einzubringen.

Bürgermeister Klaus Rainer und Bürgermeister Franz Schneider enthüllten eine Brücke als Symbol für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Symbol für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war der symbolische Abschluss durch die beiden Bürgermeister Franz Schneider und Klaus Rainer: Gemeinsam enthüllten sie eine Brücke als Symbol für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Brücke steht für den Übergang von einem Land ins andere, für die Überwindung von Hindernissen und für die Verbindung zweier Länder. Mit der Veranstaltung endet der Beteiligungsprozess nicht: Alle eingebrachten Ideen und Anregungen werden zusammengefasst und Ergebnis im Rahmen einer gemeinsamen Gemeinderatssitzung präsentiert. Dort sollen auch die weiteren Schritte der Zusammenarbeit und der zukünftigen Entwicklung des Grenzraums definiert werden. In weiterer Folge wird das Projektergebnis den Bürger:innen präsentiert.
pm/red