

Frau Dr. Botchen, was macht die Thymusdrüse?
Der Thymus ist ein sehr wichtiger Teil des Immunsystems. Er fungiert als „Schule der Körperpolizei“. Hier lernt ein Teil der weißen Blutkörperchen, körpereigene Strukturen von fremden Strukturen zu unterscheiden. Dann können Eindringlinge wie Bakterien oder Viren abgewehrt werden und es kommt im besten Fall nicht zu Autoimmunerkrankungen.
Was sind die Besonderheiten des Thymus?
Der Thymus ist ein kleines Organ im Bereich des vorderen Brustkorbs. Bis zur Pubertät ist er sehr aktiv. Danach beginnt er zu schrumpfen. Neben der Schulung der Immunzellen produziert der Thymus auch bestimmte Hormone, die eine Rolle bei der Reifung und Differenzierung der weißen Blutkörperchen (T-Lymphozyten) spielen. Deswegen heißt es auch ThymusDrüse.
Welche Rolle kann der Thymus bei Erkältungen spielen?
Wird die Funktion weniger – auch aufgrund von Alterungsprozessen – kann es zur Immunschwäche kommen. Dann ist man laufend erkältet und erholt sich nur schwer.
Kann man da etwas tun?
Ja. In der Komplementärmedizin gibt es Thymuspräparate. Diese werden – wie bei der Neuraltherapie – im Thymusfeld unter die Haut gespritzt. Somit wird der Thymus gestärkt und kann sich wieder positiv auf das Immunsystem auswirken. Vor der Anwendung wird das Mittel auf Verträglichkeit getestet. Sinnvoll und hilfreich ist eine solche Behandlung bei: Allergien, Asthma, rheumatischen Erkrankungen, Infektanfälligkeit, chronischer Erschöpfung. Die Anzahl der Sitzungen hängt vom Schwächegrad des Thymus ab und liegt zwischen 5 – 10 Therapieeinheiten.
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