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Sammelband: Wasser als Ressource

Wasser ist Lebensgrundlage, Energiequelle und Kulturgut, zugleich aber auch Risiko, Konfliktfaktor und Gestaltungsaufgabe. Ein neu erschienener wissenschaftlicher Sammelband widmet sich dieser zentralen Ressource aus interdisziplinärer Perspektive mit einem räumlichen Schwerpunkt im historischen Tirol. Der Band wurde vor kurzem im Südtiroler Archäologiemuseum vorgestellt und richtet sich an ein Fachpublikum ebenso wie an eine interessierte Öffentlichkeit.
Historiker:innen, Natur und Kulturwissenschaftler:innen beleuchten darin die Nutzung, Gefährdung und kulturelle Bedeutung des Wassers von der Urgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Im Fokus stehen dabei unter anderem Hochwasser und Trockenperioden, Wasser als Energieträger, Verkehrsweg und Grenze sowie seine Rolle in Bergbau, Mythos, Recht, Volksmedizin und Alltagskultur.
Der 273 Seiten starke und mit vielen Farbfotos ausgestattete Band wurde vom Historiker und Universitätsdozent Georg Neuhauser und Armin Torggler vom Südtiroler Landesmuseum Bergbau herausgegeben und trägt den Titel „Wasser als Ressource im historischen Tirol und den angrenzenden Gebieten“. Er vereint die Beiträge der Ersten Internationalen Ressourcentagung der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino, die von der Universität Innsbruck und dem Landesmuseum Bergbau 2024 in Innsbruck organisiert worden war.
Vor dem Hintergrund aktueller klimatischer Veränderungen gewinnt der historische Blick an Brisanz: Gletscherschmelze, zunehmende Starkregenereignisse, längere Trockenperioden und wiederkehrende Hochwasser prägen heutige Debatten ebenso wie kontroverse Fragen zu Gewässerverbauung, Renaturierung und Wasserkraftnutzung. Die Publikation zeigt, dass diese Herausforderungen keine rein modernen Phänomene sind und dass historische Erfahrungen wertvolle Orientierung für gegenwärtige und zukünftige Entscheidungen bieten können.
pm/red