

KASERN – Die letzte Wanderung dieses Spätwinters führt uns nach Kasern im Ahrntal. Hier sind Mitte April die Wiesen mit einem lilaweißen Teppich aus Krokussen bedeckt, welche das Hl.-Geist-Kirchlein so duftig umrahmen. Wir wandern weiter durch ein stilles Tal voller Schnee.
Wo auch an einem Ostersonntag wie heuer (siehe Foto) kaum ein Mensch die Ruhe zertritt. Der lange Weg bis zum Talschluss entlang der jungen Ahr wird im Winter wenig begangen, während im Sommer Senioren mit Hunden, Familien mit Kinderwagen oder Radfahrer mit Turbo dafür sorgen, dass man sich nie alleine fühlt. Einzige Bedingung, um die Winteridylle zu genießen: Früh aus den Federn! Die Hänge sind nämlich teilweise lawinenschwanger, weshalb möglichst vor 8 Uhr gestartet und die Rückkehr spätestens um 12 Uhr erfolgt sein sollte.

Los geht’s!
Von Kasern (Bus Linie 450) wandern wir auf der Straße taleinwärts nach Prastmann. Wir verfolgen den Weg Nr. 13, der uns gemütlich in gemächlicher Steigung zur Trinkstein Alm (Jägerhütte, 1.667 m) und Adler Alm führt. Weiter geht’s am Bach entlang hinein in den schönen Almboden der Kehrer Alm (1.842 m; 1 ½ Std., 5 km, 260 Hm). Rückweg am Hinweg (Gesamtgehzeit ca. 3 Std.). Grödel sind in den Morgenstunden ratsam. Achtung: Die Tour nur bei lawinensicheren Verhältnissen und Morgenfrost unternehmen; ab Mittag oder bei starkem Temperaturanstieg ist wegen der Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen dringend abzuraten. Grundsätzlich möchten wir klarstellen, dass alle unsere Wandertipps reine Vorschläge sind und wir keine Verantwortung übernehmen. Die Eigenverantwortung und Toureneinschätzung liegen bei jedem Wanderer selbst.
IB