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Maximaler Spaß beim Minigolf

Terenten/Südtirol – Der Minigolfclub Terenten verbindet sportlichen Ehrgeiz mit familiärem Zusammenhalt.

Wer Minigolf hört, denkt vielleicht zunächst an einen gemütlichen Nachmittag im Urlaub: Schläger in die Hand, Ball auf die Bahn und möglichst schnell ins Loch. In Terenten sieht man die Sache etwas anders. Hier wird Minigolf mit Präzision, Technik und einer gehörigen Portion Ehrgeiz betrieben. Und das seit mehr als einem Jahrzehnt. Den Grundstein legte die neue Anlage im Freizeitpark Terenten. Die alte Minigolfanlage aus den 1970er-Jahren wurde 2010 durch eine turniertaugliche Anlage ersetzt. Damit gab es erstmals im Pustertal einen Platz für offizielle Wettkämpfe. Der Südtiroler Minigolfsport-Verband veranstaltete dort die Südtiroler Meisterschaft. Die Idee dahinter: Die Pusterer sollten sehen, dass Minigolf weit mehr sein kann als ein Freizeitsport. Auch bei Elvira Schmid und einigen Freunden sprang der Funke über. Nach der Meisterschaft wurden Profischläger und ein Set spezieller Bälle gekauft. „Unser Ehrgeiz war geweckt“, erinnert sich die heutige Sektionsleiterin. Schnell merkten die Terner, dass zwischen Freizeitminigolf und dem Spiel auf Turnierniveau Welten liegen.

Minigolf verlangt viel Präzision
und Konzentration.

Spaß, Gemeinschaft und Leistungssport
Der Wunsch, selbst Turniere in Terenten auszurichten, führte schließlich zur Vereinsgründung. Am 9. März 2013 gründeten Franz Schmid, Leopold Rainer, Franz Huber, Armin Huber, Gerhard,Achmüller, Harald Volgger und Elvira Schmid den Minigolfclub Terenten. Jedes Gründungsmitglied zahlte damals in die Vereinskasse ein und sorgte so für das Startkapital.
Bis 2016 war der Club eigenständig, anschließend wurde die Sektion Minigolf in den Amateursportverein Terenten aufgenommen. Seit 2022 steht Elvira Schmid als Sektionsleiterin an der Spitze. Sportlich entwickelte sich der kleine Verein schnell. Von Beginn an nahmen die Terner an Turnieren in Südtirol und im restlichen Italien teil. Besonders stolz ist man auf Ramona Schmid: Die Jugendspielerin schaffte aufgrund ihres Talents den Sprung in die Nationalmannschaft und nahm an der Jugend-Europameisterschaft in Cheb sowie an der Jugend-WM in Bischofshofen teil.
Heute zählt der Club 16 aktive Spieler und gehört damit zu den mitgliederstärksten Minigolfvereinen Südtirols. Die Altersspanne reicht von 21 bis 80 Jahren. Nur vier der aktiven Mitglieder sind Frauen – ein Problem, mit dem laut Schmid viele Vereine in ganz Italien zu kämpfen haben.
Was den Club besonders macht, ist für Schmid vor allem das Miteinander. „Wir sind nicht nur Vereinskollegen, sondern auch Freunde“, sagt sie. Bei Turnieren zeigt sich dieser Zusammenhalt besonders deutlich. Zelte werden gemeinsam auf- und abgebaut, Buffets vorbereitet und Aufgaben verteilt. „Jeder weiß, was zu tun ist, und es wird einfach angepackt.“ Sportlich waren die vergangenen Jahre besonders erfolgreich. 2023 holten die Terner erstmals die Südtiroler Landesmeisterschaft und die separat gewertete Forst Trophy. 2024 folgte erneut der Sieg bei der Forst Trophy und Rang zwei bei der Landesmeisterschaft. 2025 gelang wieder das Double. Auch 2026 liegen die Terner derzeit in beiden Bewerben vorne.

Nachwuchs gesucht
So erfolgreich die Gegenwart ist, so wichtig ist der Blick nach vorne. Denn Nachwuchs zu finden, wird immer schwieriger. „Wir würden gerne mehr Kinder und Jugendliche zum Minigolf animieren“, erklärt Schmid. Doch die Terminkalender vieler Kinder sind ohnehin schon voll. Wer Minigolf als Wettkampfsport betreiben möchte, muss zudem regelmäßig trainieren und für Turniere oft auswärts fahren. Die Wettkämpfe selbst dauern mit vier Runden häufig einen ganzen Tag. Für Familien ist das nicht immer leicht zu organisieren. Dabei bietet Minigolf gerade Kindern viel. Es ist ein Konzentrations- und Koordinationssport, bei dem Fortschritte schnell sichtbar werden. Körperhaltung, Schlagstärke und Richtung müssen stimmen. Gleichzeitig kann man mit Freunden spielen und sich miteinander messen. Die Terner wollen deshalb weiter wachsen und sich künftig verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern. Gleichzeitig soll der familiäre Charakter erhalten bleiben. Die Anlage im Freizeitpark gehört für Schmid zu den schönsten Minigolfplätzen Südtirols – auch dank der Pflege durch die Vereinsmitglieder. Eis, Getränke und Snacks gibt es direkt am Platz, daneben liegt ein Spielplatz. Damit bietet sich die Anlage auch für einen Familienausflug an.
RF