Ahrntal – Gemeinsamer Blick in die Zukunft des Waldes

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Ahrntal – Gemeinsamer Blick in die Zukunft des Waldes

Zum ersten Mal hat eine gemeinsame Forsttagsatzung für die Gemeinden Gais, Sand in Taufers und Mühlwald stattgefunden. Rund 70 Interessierte folgten der Einladung zum Forstinfotag am 29. Januar in den Bürgersaal von Sand in Taufers.

Der diesjährige Forstinfotag setzte ein deutliches Zeichen: Erstmals wurde die Forsttagsatzung für alle drei Gemeinden des Tauferer Ahrntals gemeinsam abgehalten. Während Sand und Gais bereits seit Jahren den Forstinfotag gemeinsam abhalten, markierte der diesjährige Miteinbezug der Gemeinde Mühlwald einen wichtigen Schritt hin zu einer noch engeren Netzwerkarbeit im Forstwesen. Unter den rund 70 Anwesenden befanden sich die drei Bürgermeister, Vertreter der Fraktionen und des Bauernbundes sowie zahlreiche Waldeigentümer:innen und interessierte Bürger:innen. Gottlieb Moling, stellvertretender Amtsdirektor vom Forstinspektorat Bruneck, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung und einem kurzen Ausblick auf die Bedeutung der gemeindeübergreifenden Abstimmung. Anschließend präsentierte Christian Lamprecht, Stationsleiter der Forststation, die wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres. Er berichtete über Personaländerungen, die Holznutzungen und stellte das Schutzwaldprojekt der Schule Sand in Taufers vor, das mit dem Schutzwaldpreis ausgezeichnet wurde und als gelungenes Beispiel für die Einbindung junger Menschen in Waldthemen gilt.

Herausforderungen im Wald und neue Perspektiven
Im zweiten Teil der Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Mittelpunkt. Dabei wurden die Regiearbeiten, der Stand der Borkenkäfersituation, die sichtbaren Waldveränderungen sowie Fragen der Haftung für Waldeigentümer:innen durch Gottlieb Moling erläutert. Besonders die zwar deutlich verbesserte Situation, aber anhaltende Belastung durch den Borkenkäfer und die zunehmenden klimabedingten Veränderungen im Wald sorgten für großes Interesse im Publikum. Zum Abschluss informierte Forstrat Klaus Oberlechner über die Situation gefährlicher Bäume, insbesondere entlang von Wegen und Siedlungsbereichen, sowie über die neuen forstlichen Förderungen, die künftig wichtige Impulse für Pflege- und Schutzmaßnahmen setzen sollen. Der Forstinfotag 2026 zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll der Austausch zwischen Gemeinden, Fachleuten und Waldbesitzenden ist. Die erstmals gemeinsame Abhaltung wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen und könnte zum Modell für zukünftige Veranstaltungen werden.
SH