

Brixen – Die Veranstaltungsreihe „Ars Sacra” an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen ist im Juni mit großer Resonanz zu Ende gegangen.
Der erstmals angebotene Lehrgang, der sich der sakralen Kunst, ihrer Geschichte und ihrer zeitgenössischen Bedeutung gewidmet hat, zog Teilnehmer:innen aus dem gesamten Land an – vom Pustertal über das Eisacktal bis tief hinein in den Vinschgau. Schon vor Beginn des Lehrgangs „Ars Sacra” zeichnete dieser sich durch die große Nachfrage und das vielfältige Publikum aus: 99 Personen, an die zehn davon aus dem Pustertal, haben sich an der PTH Brixen dazu eingeschrieben. „Weitere Anfragen konnten aus Platzgründen leider nicht angenommen werden”, bedauert die Lehrgangsleitung. Grund genug, um über eine zweite Auflage der beliebten Veranstaltungsreihe nachzudenken. Dies auch deshalb, weil „Ars Sacra” – wie erwartet – von den Teilnehmenden auch ausgesprochen positiv aufgenommen wurde. „Besonders geschätzt wurden offensichtlich die Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe, praxisnahen Einblicken und der Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten aus Kunst, Liturgie und Denkmalpflege direkt in Austausch zu treten”, heißt es von Seiten der PTH Brixen. Viele Teilnehmende kamen aus kirchlichen Einrichtungen, Kulturvereinen, Museen oder aus den Bereichen Schule und Erwachsenenbildung. Stark vertreten war auch das Pustertal, wo die Pflege und Vermittlung sakraler Kunst eine lange Tradition hat – von den verschiedenen Kirchenräumen über die Kapellenlandschaft im Tauferer Ahrntal bis hin zu den kunsthistorischen Schätzen im Brunecker Raum und in Innichen.
Wertvolle Aufgabe der Multiplikatoren:innen
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen verbindet mit dem Lehrgang eine klare Hoffnung: Die Absolventinnen und Absolventen sollen künftig als Multiplikatoren wirken – in ihren Pfarreien, Kulturinstitutionen, Schulen und Gemeinden. Viele von ihnen haben bereits angekündigt, das erworbene Wissen in Führungen, Bildungsangeboten oder lokalen Projekten einzubringen. Auch im Pustertal, wo das Interesse an kirchlicher Kunst und regionaler Kulturarbeit stark ausgeprägt ist, darf man sich neue Impulse für die Vermittlung und Bewahrung sakraler Räume erwarten. Angesichts der hohen Nachfrage und der durchwegs positiven Rückmeldungen wird an der PTH Brixen also über eine zweite Auflage von „Ars Sacra” nachgedacht. Zahlreiche Interessierte haben bereits ihr Interesse signalisiert, vor allem auch jene Personen, deren Anmeldung leider nicht mehr stattgegeben werden konnte. Derzeit prüft die Hochschule die Möglichkeit, den Lehrgang thematisch zu erweitern – etwa um Schwerpunkte wie Restaurierung, zeitgenössische Sakralkunst oder weitere Themen der regionale Kunstgeschichte. Deser Aufbaukurs befindet sich allerdings erst in der Planungsphase; im Spätherbst soll er dann beginnen.
Ein Lehrgang, der verbindet
Ars Sacra hat gezeigt, wie stark sakrale Kunst Menschen verbindet – über Regionen, Generationen und Berufsgruppen hinweg. Dass gar einige Teilnehmende aus dem Pustertal kamen, ist kein Zufall: Das Tal verfügt über eine außergewöhnliche Dichte an Kirchen, Kapellen und Kunstschätzen, die nun mit neuem Wissen und frischen Perspektiven vermittelt werden können. Damit wirkt der Lehrgang weit über die PTH hinaus und stärkt die kulturelle Landschaft des gesamten Landes.
SH
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