Eine musikalische Entdeckungstour

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Eine musikalische Entdeckungstour

Bruneck – Unter dem Motto „Zwischentöne“ lädt das Südtiroler Kulturinstitut in der Spielzeit 2026/27 zu fünf Konzerten mit herausragenden Musiker:innen nach Bruneck. In den Programmen reihen sich bekannte Werke der Klassik an Zeitgenössisches und an das Schaffen von Komponistinnen, die es zu entdecken gilt. Auch eine literarisch-musikalische Hommage an Leonard Bernstein erwartet das Publikum.

Die O/Modernt Soloists unter der Leitung von Hugo Ticciati eröffnen am 28. Oktober die neue Konzertsaison des Südtiroler Kulturinstituts in Bruneck. Innovativ und vielseitig – diese zwei Wörter beschreiben den Violinisten und Dirigenten Hugo Ticciati wohl am besten. Alte Musik begeistert ihn genauso wie nicht-westliche Klänge, die Klassik und Zeitgenössisches. 2011 gründete er das O/Modernt Orchestra, heute eine international renommierte schwedische Kulturmarke. Der schwedische Name bedeutet „Un/Modern“ und steht für die Offenheit allen Stilen und Epochen gegenüber. Das Kammerensemble dazu nennt sich O/Modernt Soloists und wird in Bruneck auftreten. So bunt und einzigartig wie der Blick durch ein Kaleidoskop ist das Klangerlebnis, das die Musiker mit ihrem Programm „Kaleidoscopic Sounds“ bieten werden. Denn dynamische Gegensätze, unterschiedliche Epochen und Stile treffen bei diesem Konzert aufeinander: Die von wilder Ekstase geprägten „Apollinischen Tänze“ Albert Schnelzers reihen sich an die „Meditationen“ von Pēteris Vasks, Musik von Ludwig van Beethoven oder Henry Purcell trifft auf Zeitgenössisches von Andy Akiho, Emmanuel Witzthum oder Arvo Pärt.

Hommage an Leonard Bernstein 

Der bekannte Schauspieler Ulrich Noethen leiht den Texten von und über Leonard Bernstein seine Stimme.

Der Filmschauspieler Ulrich Noethen und das Pianistinnen-Duo Anna und Ines Walachowski erinnern mit ihrem Programm „Benutzen Sie immer denselben Taktstock?“ an eine der großen Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Leonard Bernstein. Bernsteins Liebe und Leidenschaft galten der Musik, er arbeitete rastlos, tagein tagaus. Ulrich Noethen zeichnet anhand von Interviews, Reportagen und Briefen mit seiner warmen, vielseitigen Stimme Bernsteins Lebensweg nach.
Anna und Ines Walachowski bringen passend dazu Bernsteins Werk am Klavier zu Gehör: die Ouvertüre aus der Operette „Candide“ und viele der bekannten Songs aus der „West Side Story“. Ulrich Noethen ist einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen und ein renommierter Hörbuchsprecher. Die beiden Schwestern Anna und Ines Walachowski gehören zu den führenden Klavierduos der Gegenwart. Zu dritt gestalten sie nun in Bruneck eine Hommage an den großen Musiker und Menschenfreund Leonard Bernstein, dessen Strahlkraft bis heute nachwirkt.

 

 

 

 

Klavier und Streichquartett 

Die Brüder Mark, Erik und Ken Schumann und Matthew McDowell
bilden das international erfolgreiche Schumann Quartett.

Technische Brillanz und der Mut zur spontanen Interpretation verbinden das Schumann Quartett und den Pianisten Andrei Gologan miteinander. In Bruneck werden sie Werke von Joseph Haydn, Antonin Dvořák, Ludwig van Beethoven und Komitas Vardapet aufführen. Nicht etwa nach dem Komponisten Schumann, sondern nach seinen Mitgliedern ist das 2007 in Köln gegründete Schumann Quartett benannt: Seit ihrer frühesten Kindheit musizieren die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. Matthew McDowell vervollständigt als Bratschist das Quartett. Heute gilt das Streichquartett als eine der besten Formationen. Technische Brillanz zeichnet auch den Pianisten Andrei Gologan aus, den die Süddeutsche Zeitung als „Lyriker des Klavierspiels“ lobte. Von Rumänien, wo er bereits mit fünf Jahren Klavierunterricht erhielt, führte ihn sein Talent zum Studium ans Mozarteum in Salzburg. Heute ist er gefragter Solist international tätiger Orchester und regelmäßiger Gast bei bedeutenden Musikfestivals.

 

 

 

 

Barockmusik von Frauen 

Die aus Südtirol stammende Sopranistin Maria Ladurner widmet sich der Barockmusik, auch jener kaum bekannter Komponistinnen.

Die Sopranistin Maria Ladurner, eine international renommierte Spezialistin für Alte Musik, die Blockflötistin Anne-Suse Enßle und das Ensemble Maddalena lassen in Bruneck mit ihrem Programm „Les Génies“ Pionierleistungen hochbarocker Musik aus Europa erklingen. Werke bekannter Meister wie Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi oder Georg Friedrich Händel reihen sich dabei an jene von Komponistinnen, die es wieder zu entdecken gilt: Erst 22-jährig komponierte Mademoiselle Duval die Oper „Les Génies ou les Charactères de l’Amour“. Anna Amalia von Preußen weist mit ihrer Sonate in B-Dur stilistisch innovativ den Weg in die Frühklassik. Julie Pinel erhielt mit 26 Jahren das für eine Frau seltene Privileg, Werke veröffentlichen zu dürfen, darunter eine Ariensammlung. Elisabeth-Claude Jaquet de la Guerre wird heute oft als „Mozart des französischen Hochbarock“ bezeichnet, da sie schon im Alter von fünf Jahren vor Ludwig XIV. auftrat. Mrs. Philharmonica publizierte 1715 in London 12 Triosonaten und etablierte damit in England jenen neuen Stil, in dem Arcangelo Corelli komponierte. Die Musik dieser Komponistinnen wird beim Konzert in Bruneck erklingen.

 

 

 

 

Ein Tag im Paradies

Ein Vokalensemble mit unverkennbarem Klang und breitem Repertoire: Apollo5 aus England.

Benannt nach dem griechischen Gott der Musik, beweist das Vokalensemble „Apollo5“ schon seit über fünfzehn Jahren, dass ein Sopran, ein Mezzosopran, zwei Tenöre und ein Bass zusammen in der Tat göttlich klingen können. Als eine der kleinsten, aber eindrucksvollsten Vokalgruppen Großbritanniens, sind Apollo5 dank ihres unverwechselbaren Klangs zu einer internationalen Größe geworden. Sieben erfolgreiche Studioalben hat das Ensemble bislang veröffentlicht und ist regelmäßig in Europa, den USA und Asien auf Tournee. Mit einem Repertoire, das von der Renaissance über klassische und zeitgenössische Chorwerke bis hin zu Folk, Jazz und Pop reicht, erweckt Apollo5 die Musik von fünf Jahrhunderten zum Leben. Die Auftritte von Apollo5 sind „purer Balsam für Ohren und Seele“, schrieb die Badische Zeitung. Dies sollte erst recht auf das Konzertprogramm in Bruneck zutreffen, das sich „A Day in Paradise“ nennt und den Bogen von Claudio Monteverdi bis zu modernen Evergreens spannt.

 

 

 

 

 

Theaterbus Bozen-Bruneck 

Der Pianist Andrei Gologan konzertiert gemeinsam mit dem
Schumann Quartett in Bruneck.

Neben seinen Konzerten in Bruneck organisiert das Südtiroler Kulturinstitut wieder zahlreiche Theatergastspiele in Brixen, Sterzing, Bozen, Meran und Schlanders. Für Theaterinteressierte aus dem Pustertal bietet das Südtiroler Kulturinstitut nach allen 13 Theatergastspielen im Bozner Waltherhaus einen kostenlosen Shuttlebus zurück nach Bruneck an (Anmeldung erforderlich). Die Anfahrt nach Bozen vor den Vorstellungen muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln eigenständig erfolgen. Informationen dazu und zum Programm gibt es unter www.kulturinstitut.org und beim Südtiroler Kulturinstitut.
Ab dieser Spielzeit werden junge Menschen besonders unterstützt: Für alle unter dreißig Jahren gibt es stark vergünstigte Preise für Einzelkarten und Abonnements. Bislang galt die Preisreduzierung nur für Studierende unter 26. Auch die ältere Generation ab 65 erhält einen Rabatt.
Das umfangreiche Programm ist dank der Unterstützung der Südtiroler Landesregierung, Abteilung deutsche Kultur, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, der privaten Sponsoren und der Mitglieder der „Unternehmerinitiative Wirtschaft & Kultur“ möglich.

Zu den Veranstaltungspartnern des Südtiroler Kulturinstituts gehören unter anderem der Konzertverein Bozen und die Musikschule Bruneck.

Das Programm des Südtiroler Kulturinstituts 2026/2027 in Bruneck

Das erfolgreiche Klavierduo Ines und Anna Walachowski
würdigt Leonard Bernstein.

O/Modernt Soloists & Hugo Ticciati  „Kaleidoscopic Sounds“  Mittwoch, 28. Oktober 2026 19:30 Uhr  Einführung: 18:45 Uhr

Ulrich Noethen / Anna & Ines Walachowski „Benutzen Sie immer denselben Taktstock?“ Eine Hommage an Leonard Bernstein Donnerstag, 12. November 2026 19:30 Uhr

Schumann Quartett & Andrei Gologan Werke von J. Haydn, L. v. Beethoven, A. Dvořák, K. Vardapet. Mittwoch, 3. Februar 2027 19:30 Uhr Einführung: 18:45 Uhr

Maria Ladurner / Anne-Suse Enßle / Ensemble Maddalena „Les Génies“ Dienstag, 23. März 2027 19:30 Uhr, Einführung: 18:45 Uhr

Apollo5 „A Day in Paradise“ Mittwoch, 28. April 2027 19:30 Uhr

 

Alle Konzerte finden im Ragenhaus, Paul-von-Sternbach-Str. 3, in Bruneck statt.

 

 

 

Abo-Verkauf für alle fünf Konzerte:

Die Blockflötistin Anne-Suse Enßle gibt gemeinsam mit der Sopranistin Maria Ladurner und dem Ensemble Maddalena Barockmusik zum Besten.

Tel. 0471 313 800
info@kulturinstitut.org
Einzelkartenverkauf auch online unter
www.kulturinstitut.org
Südtiroler Kulturinstitut
Schlernstraße 1, 39100 Bozen