

Südtirol – Acht Teilnehmende aus der Jugendarbeit und eine Teilnehmerin aus der Sozialarbeit haben den Lehrgang Interkulturelle Kompetenzen in der Jugendarbeit erfolgreich abgeschlossen.
Im Bildungshaus Jukas in Brixen wurden Ende September die Diplome überreicht. Der Lehrgang dauerte 1 Jahr und umfasste 97,5 Stunden. In sechs Modulen und fünf Supervisionseinheiten wurde praxisnahes Wissen im Umgang mit kultureller Vielfalt vermittelt, wobei besonders auf Jugendliche und das Feld der Jugendarbeit eingegangen wurde. Die Teilnehmenden setzten sich mit Kultur, Migration, Diskriminierung und Chancengleichheit auseinander. Sie befassten sich mit den rechtlichen Aspekten der Migration, mit Identität, den dialogischen Grundhaltungen sowie Kenntnissen der interkulturellen Kommunikation.
Im Rahmen des Lehrgangs entwickelten die Teilnehmenden eigene Projekte, die sie anschließend selbstständig planten und durchführten. Ein interkultureller Spielekoffer lud mit Spielen aus verschiedenen Kulturen zum gemeinsamen Entdecken und Ausprobieren ein. Mit der partizipativen Forschungsmethode Photovoice konnten junge Menschen ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Anliegen in Bildern zum Ausdruck bringen und darüber miteinander ins Gespräch kommen. Bei einem interkulturellen Kochabend bereiteten Jugendliche gemeinsam Speisen aus ihrer jeweiligen Kultur zu, aßen gemeinsam und kamen dadurch in Austausch. Ein Projekt machte Vielfalt durch Klänge und Musik hörbar, in einem anderen wurde gerappt. Ein Begegnungstag für Schüler:innen förderte den Austausch über unterschiedliche Kulturen und mehrsprachige Begrüßungsschilder vermitteln Offenheit und Wertschätzung. Die Projekte zeigen auf vielfältige Weise, wie interkulturelle Arbeit im Alltaglebendig werden kann und wie durch kreative Ideen Begegnung, gegenseitiges Verständnis und ein respektvolles Miteinander entstehen. Im Oktober 2027 startet ein weiterer Lehrgang.
red/pm