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Der Mensch im Mittelpunkt

Pustertal – 12 Monate – 6 Plakate – 1 Gedanke. Mit einer neuen Sensibilisierungskampagne will der KVW-Bezirk Pustertal den Menschen und vor allem die Zwischenmenschlichkeit wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst!“ ist der Leitsatz, der im April die Sensibilisierungskampagne „zwischenMENSCHlichkeit“ einleitet. Sechs Plakate zu den Themen „Wertschätzung – Entschleunigung – Mut – Achtsamkeit – Respekt – Dankbarkeit“ wurden im Rahmen der KVW-Bezirksvollversammlung den einzelnen Ortsgruppen vorgestellt und werden ab April im gesamten Pustertal ausgehängt. Was genau hinter der Kampagne steckt, wie sie zustande kam und welche ihre Ziele sind, erklärt Dorothea Passler – Mitglied der KVW-Arbeitsgruppe „zwischenMENSCHlichkeit“ – dem Puschtra im Interview.

Puschtra: Woher kam die Idee für eine solche Kampagne?
Dorothea Passler: Die Idee entstand vor einem Jahr bei einer Klausurtagung des Bezirksausschusses. Dort haben wir uns mit dem Thema „Zwischenmenschlichkeit“ beschäftigt und festgestellt, dass das Leben immer schneller wird und in der heutigen Zeit für das Miteinander einfach immer weniger Platz bleibt. Die Anerkennung und Wertschätzung einer Person kommt fast ausschließlich über Erfolg und Leistung. Dabei bleiben die inneren Werte und das Zwischenmenschliche oft auf der Strecke.

Wer war an der Realisierung der Kampagne beteiligt?
Das Projekt wurde vom KVW-Bezirk gestartet. Wir haben das Projekt bereits letztes Jahr bei der Landesversammlung im Rahmen der 50-Jahr-Feier vorgestellt. Damals war es noch eine Idee, inzwischen ist es ein ausgereiftes Konzept. Für die Ausarbeitung der Kampagne wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die aus fünf Personen bestand. Wir haben ein Jahr lang an der Idee gearbeitet, Themen und Texte zusammengesucht und verfasst und ein ausgereiftes Konzept entwickelt.

Auf welchen Wegen will man die Menschen mit der Kampagne erreichen?
Wir möchten versuchen, mit dieser Kampagne eine breite Öffentlichkeit anzusprechen. Dafür haben wir uns verschiedene Kommunikationskanäle ausgesucht. Die Plakate sind zwar Hauptbestandteil der Kampagne, aber auch auf Sozialen Netzwerken wie Facebook, auf unserer KVW-Homepage und über das Medium Radio wird die Kampagne laufen. Momentan ist die Kampagne eine Bezirkssache. Wir haben 58 KVW-Ortsgruppen im Pustertal, die mitmachen. Aber wir haben auch den Bezirksvorsitzenden des restlichen Landes unser Projekt vorgestellt, weshalb es gut sein kann, dass auch Gemeinden außerhalb des Pustertals, die Kampagne übernehmen werden.

Welche sind die kurz- und langfristigen Ziele der Kampagne „zwischenMENSCHlichkeit“?
Unser Leitsatz „Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst!“, ist ein Zitat von Mahatma Gandhi. Dieses haben wir ganz bewusst gewählt, weil wir die Leute daran erinnern möchten, dass jeder einen kleinen Teil dazu beitragen kann, unsere Welt positiv zu verändern. Wenn unsere Kampagne die Menschen auch nur kurz zum Nachdenken bringt, dann ist das schon ein Erfolg für uns. Vor allem in Zeiten wie diesen müssen wir zusammenhalten und auf das menschliche setzen. Ich hoffe, diese Kampagne kann in dem Sinne unseren Alltag etwas entschleunigen und uns an die wichtigen Dinge im Leben erinnern.“
(LMK)